Audio Technica ATH-ADG1 Unboxing und Testbericht

Es ist eines von vielen und doch ist es anders. Der Markt der Gaming Headsets ist stark umkämpft und so denken sich die Hersteller immer neue Sachen aus, um neue Kunden zu gewinnen. Audio-Technica geht allerdings einen ganz neuen Weg.

Das Audio Technica ATH-ADG1 kommt in einer ansprechenden Umverpackung daher, wie man sie von kostspieligeren Headsets gewohnt ist und wartet mit einer ausführlichen Tabelle mit den technischen Daten der Kopfhörer und des Mikrofons auf der Rückseite auf.

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Klappt man die vordere Pappseite um, so bekommt man ein Sichtfenster mit dem Inhalt des Paketes zu sehen. Nichts Spektakuläres, aber dennoch ansehnlich.

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Im Inneren des Kartons finden wir das Headset selber und eine dreieckige Box, die sich hinter der Plastikhalterung für das Headset befindet . Auf den Inhalt dieser Box kommen wir später zu sprechen.

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Betrachtet man das Headset genauer, so fällt auf: es ist ein halboffenes Headset, was durchaus ungewöhnlich ist, da der Gamer ja möglichst gute Abschottung erzielen will um den Sound richtig analysieren zu können. Für diese Art von Gamern bietet Audio Technica das ATH-AD1 an, welches geschlossen ist. Weiterhin bietet es einen 53mm- Treiber, der für einen wahren Ohrenschmaus sorgt.

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Die Verarbeitung des Headsets ist grandios und die ausgewählten Materialien wirken allesamt hochwertig, was man bei einem Headset um die 300 Euro auch erwarten darf. Besonders die Ohrpolster haben es mir angetan. Sie sind bisher die besten, die ich gesehen habe und sind konsequent bequem. Was allerdings nicht überzeugt ist das 3D-Wing System von Audio-Technica, diese Bügel sollen für die Polsterung sorgen. Die sogenannten 3D-Wings sind viel zu locker, sodass das Headset schon ohne Bewegung immer weiter runterrutscht. Versucht man sich dann noch zu bewegen, fällt das Headset vom Kopf. Ich habe schlussendlich ein Gummiband genommen und die Wings damit stabilisiert – nun hält alles so wie es soll. Die Frage ist bloß, warum Audio Technica dann keinen farblich stimmenden Gummibänder mitliefern oder die Wings generell ein wenig fester machen kann.

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Für das Mikrofon hat Audio Technica ein großes Lob verdient, denn es ist wirklich große Klasse. Fast kein Rauschen und die Stimme hört sich einfach gut an, ohne zu basslastig oder zu verzerrt zu klingen. Da Audio Technica aber auch qualitätiv hochwertige Mikrofone z.B für Kameras baut , war eigentlich nichts anderes zu erwarten.

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Im weiteren Lieferumfang befindet sich eine dreieckige Box, in der Kabel und ein USB-Dongle enthalten sind .

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Zum einen erhält man ein Adapterkabel, welches den Mic-In und Audio-Out zu einem 4-Poligen Stecker kombiniert, damit das Headset auch an einen gewöhnlichen Tower-Pc angeschlossen werden kann und ein USB-DAC der bereits einen 4-poligen Anschluss besitzt. Die USB-Soundkarte macht eine erstaunlich gute Figur für ihre Größe. Geübte Ohren können aber einen leichten Unterschied zu einem qualitativ hochwertigerem Kopfhörerverstärker feststellen.

Wie es sich für einen offenen Kopfhörer gehört ist die Klangbühne riesig. Man fühlt sich als wäre man in einem Privatkonzert. Dies war ich zwar schon von meinen Superlux HD686 und Sennheiser HD598 gewohnt, allerdings setzt der Kopfhörer von Audio Technica noch mal eine Schippe drauf. Das Headset hat eher ein neutrales Klangbild . Der Bass kommt mir etwas hintergründig vor, sodass die Mitten und Höhen besonders hervorstechen.

In den Genuss dieses Headsets dürften allerdings nur Spieler kommen, die etwas mehr Geld in der Tasche haben, denn nur wenigen scheint die Tonqualität 300 Euro wert zu sein. Dafür bekommt man aber Sound auf audiophiler Ebene, sowie ein unidirektionales Kondensatormikrofon, welches seinen Job hervorragend erledigt.

Fazit

Wer ein Headset mit Spitzenklang und tollem Mikrofon ist hier genau richtig. Allerdings sollte man das nötige Geld und ein Gummiband zur Hand haben.

Leider mindert das 3D-Wings den sonst hervorragenden Eindruck des Headsets. Hier gilt es dringend nachzubessern. Wer aber damit leben kann (Gummiband-Fix) kommt als Musikgenießer und Gamer voll auf seine Kosten.

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