WWDC 2014: OS X 10.10 „Yosemite“ vorgestellt

Das war sie also, die erste Apple-Keynote im Jahr 2014.  In San Francisco widmete den Abend ganz ihrer Software-Sparte. Den Zuschauern präsentierte man unter anderem die neuste Version des Mac OS-Betriebssystems, „Yosemite“ mit Versionsnummer 10.10.

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Die Keynote begann wie immer mit ein paar Zahlen: Die diesjährige WWDC ist bereits die 25., mehr als 1000 Apple Mitarbeiter sind vor Ort. Bei Apple registriert sind mittlerweile über 9 Millionen Entwickler, der jüngste anwesende Entwickler ist erst 13 Jahre. Auf 51 Prozent allerMacs ist Mavericks installiert und 9 von 10 Kunden sind laut Apple mit iOS zufrieden. Cook kündigte drei Bereiche für die Keynote an: OS X, iOS und Entwickler, wir präsentieren euch hier den ersten Punkt.

OS X 10.10 Yosemite

Dann ging es an das Eingemachte. Nach den Zahlen wandte man sich dem Mac-Betriebssystem zu: Das im Sommer erscheinende OS hört auf den Namen Yosemite, vermutlich angelehnt an einen Nationalpark in den vereinigten Staaten. Das Design ist stark an iOS 7 (8) angelehnt: flacher, bunter und transparenter. Auch einen sogenannten Dark Mode hat Apple eingebaut. Die Benachrichtigunszentrale wurde angepasst, sie ist nun mit Drittanbieterapps aus dem App Store erweiterbar. Auch Widgets werden sich in Zukunft hier finden, das Dashboard wird es nicht mehr geben. Eine „Heute“ Ansicht ab Yosemite auch vorhanden. Die Spotlight Suche wurde von Grund auf neu aufgebaut. Das Fenster öffnet sich in der Mitte des Bilschirms und bietet deutlich mehr Informationen.  Kontake, Mails, Termine, Apps sind kein Problem für die Suche. Auch den iTunes Store durchsucht Spotlight.

iCloud ist endlich direkt als Laufwerk im Finder verfügbar. Ähnlich wie bereits mit Dropbox ist es möglich, Dateien direkt aus dem System in die iCloud zu verschieben – ganz ohne nervige Web-Oberflächen. Ein weiteres neues Feature: Mail Drop. Ähnlich wie wir es bereits aus Google Mail kennen, werden große Anhänge direkt in die Cloud geladen. So werden sie nicht mehr als Datei verschickt, sondern direkt als URL zu eben dieser Datei. Dieser führt dann zu jeweiligen Datei in der Cloud. Aus der Mail App soll es zudem möglich sein, Dokumente direkt zu bearbeiten. So lassen sich unter anderem PDF Dateien per Trackpad signieren.

Natürlich wurde auch der eigene Browser überarbeitet. Safari wurde ein neues Design verpasst, zudem wurde das Teilen von Links überarbeitet. Ähnlich wie in iOS sollen URLs nicht mehr komplett dargestellt werden, sichtbar ist in Zukunft nur noch die Domain. Der Private Modus bekommt ein eigenes Fenster und Safari soll schneller geworden sein, laut Apple deutlich schneller als z.B Chrome. Natürlich werden die gängigen Web-Standards unterstützt. Wie auch schon die Mail App untersützt Safari nun das „Markup“-Feature. So sollen schnelle Markierungen möglich werden.

Generell soll OS X noch besser mit iOS zusammenarbeiten. Kleines Beispiel: Man schreibt eine Mail am iPhone und kann sie direkt ohne zwischenzuspeichern auf dem Mac weiterschreiben. Eine sinnvolle und lange überfällige Methode, das geschaffene Ökosystems sinnvoll zu nutzen. Endlich macht Apple auch AirDrop zum Datenaustausch (siehe Wikipedia) zwischen Macs und iOS Geräten möglich. Weiteres cooles Feature: Die Messages-App auf dem Mac kann nun SMS und Anrufe vom iPhone entgegennehmen. Solange beide Geräte im gleichen Netzwerk sind, wird der Mac zur Freisprecheinrichtung. Durch Instant Hotspots lassen sich Hotspots ohne Passwort Eingabe erstellen. Die Geräte verbinden sich dabei über Bluetooth. Klingt interessant.

Die Developer Preview ist ab heute verfügbar. Eine Public Beta soll noch im Sommer erscheinen. Die fertige Version wird im Herbst verfügbar sein, wie schon OS X 10.9 wird das Update für alle Nutzer kostenlos. Nun noch ein paar Bilder der Präsentation.

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Bilderquelle: theverge.com

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