MSI R9 295X2: Unboxing und erste Eindrücke

Nach geduldigen Warten und Tagen voller nervenzerreißender Vorfreude ist der Traum eines jeden PClers, die AMD Radeon R9 295X2, endlich bei uns ankommen. Bei der AMD Radeon R9 295X2 handelt es sich um eine Grafikkarte auf Basis von zwei Radeon R9 290X. Somit werkeln auf dieser Grafikkarte zwei GPUs (Graphic Processing Unit). Dank dieser handelt es sich bei der 295X2 um die derzeit stärkste Desktop-Grafikkarte.

Zuallererst die technischen Daten:

  • Anschlüsse: 1x DVI, 4x Mini-Displayport
  • Crossfire intern über PCI Express-Bridge
  • PCI-Express 16x 3.0
  • Stromversorgung: 2x 8-Pol
  • Chiptakt: 1 018 MhZ
  • DirectX 11.2
  • Fertigungsprozess: 28nm
  • Grafikchip: 2x Hawaii XT
  • Shader-Einheiten: 5 632
  • Textur-Einheiten: 352
  • Bauhöhe: 2 Slot
  • Länge: 30,5 cm
  • Videospeicher:
  • Speicheranbindung: 2x 512 Bit
  • Speicherbandbreite: 640 GByte/s
  • 8 Gigabyte GDDR5 VRAM (2x 4GB)
  • effektiver Speichertakt: 5 000MHz

Verpackung

Unser Modell wurde beim Onlineversandhandel Hardwareversand.de erworben und fachmännisch verpackt geliefert.

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Unter Luftpolsterverpackung sieht man schon den Karton des Grafikgeschosses durchschimmern. Auch hier kann man nicht meckern, allerdings muss die Verpackung ja nicht perfekt sein, da sich die Grafikkarte in einem seperaten Karton befindet. Hardwareversand liefert noch ein Prospekt von Atelco mit, was die „Verwandschaft“ bestätigt.

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Das Modell von MSI bedient sich des Referenzdesigns von AMD und kommt in einer schlichten Pappschachtel daher, anders als das von AMD in den Trailern angepriesene Modell, welches sich in einem Aluminiumkoffer befand. Nichtsdestotrotz sieht der Karton optisch ansprechend aus und ist relativ groß.


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In dem Karton befindet sich ein Quick-Start-Guide, eine Treiberinstallations-CD, zwei PCI 6-Pol zu 8-Pol Adapter, sowie die Grafikkarte samt Radiator. Als Person männlichen Geschlechtes lässt man natürlich die Anleitung und Treiber-CD links liegen und betrachtet die Grafikkarte selber.

R9_295X2_6Schon an der Front lässt sicher erkennen, dass hier etwas nicht stimmt… Richtig, AMD setzt erstmals auf eine AiO(All-in-One) Wasserkühlung samt massigem 120mm Radiator und 2 GPU-Kühleinheiten mit Pumpe, außerdem differenziert sich das Design deutlich von dem Vorgänger, der R9 290X. Anstatt Plastik zu verwenden , setzt AMD bei der 295X2 auf Metall. Dies gibt der Karte einen robusten Look und trägt zur Stabilität, der über 30 cm langen Grafikkarte bei.

R9_295X2_RadiatorDer Radiator wird angesichts seinem Gewicht und der Wärmeleistung, die er abführen muss aus vernickeltem Kupfer bestehen. Er ist recht dick, das liegt aber auch daran, dass er die Wärme von 500 Watt abführen muss. Darauf montiert ist ein 120mm großer Axiallüfter, dessen Lüfterfinnen darauf schließen lassen, dass hier besonders viel Statischer Druck aufgebaut werden soll, um eine angemessene Kühlung zu gewährleisten.

R9_295X2_2Trotz des Radiators befindet sich auf der Karte ebenfalls ein Axiallüfter, welcher für die Kühlung der PCIe-Bridge und Spannungswandler übernimmt und im Betrieb sogar lauter wird als der Lüfter des Radiators.

R9_295X2_3Auf der Rückseite der Grafikkarte befindet sich ein Backplate, die hauptsächlich der Stabilität der Karte dient, aber auch weitere interene Komponenten, wie einen Teil des VRAMs kühlen.

R9_295X2_5Sieht man von oben auf die Karte drauf, so kann man die beiden Schläuche für die Wasserkühlung, ein RADEON-Logo, sowie zwei 8-Pol Stromanschlüsse, welche mit 2 Aufklebern überdeckt sind, erkennen. Das RADEON-Logo, wie auch der Lüfter auf der Karte sind rot beleuchtet ( siehe Bilder am Ende des Artikels ). Das Logo ist ein klar an das von NVIDIA angelehnt, die Ähnlichkeit ist unverkennbar. Weiterhin versteckt sich wie bei Oberklasse-Radeons üblich ein BIOS Switch mit dem Standard Bios und einem „Max“ Bios.

R9_295X2_4Die Besonderheit ist bei dieser Grafikkarte definitiv die Stromversorgung, denn die Karte hat eine TDP (Thermal Design Power) von 500 Watt. Diese können allerdings nur geliefert werden, wenn die Stromversorgung außerhalb der PCI-Normen verläuft. So sind für einen 8-Pol PCI-Stromstecker eine maximale Belastung von 150 Watt festgelegt. Der PCIe-Slot selber liefert noch einmal rund 75 Watt an Strom. Allerdings kommt man mit 2x 150 + 75 Watt nur auf maximal 375 Watt statt 500. Deswegen muss man die Grafikkarte zwangsweise außerhalb der PCI-Norm betreiben. Um einen sicheren Betrieb zu gewährleiste veranschlagt AMD mind. 52A für die 12V Leitung des Netzteils. Solltet ihr euch also solch ein Monster zulegen wollen, solltet ihr prüfen, ob euer Netzteil das leisten kann.

Einbau:

Um die Grafikkarte einzubauen benötigt ihr genug Platz, denn sie ist bei einer länge von 30,5 cm längst nicht für alle Gehäuse geeignet. In unseren Fall wird die Grafikkarte in ein Bitfenix Prodigy-Gehäuse eingebaut, welches Platz für Grafikkarten bis 33cm Platz biete. Damit sollte die besagte Grafikkarte in das Gehäuse passen.

R9_295X2_Einbau_1Zuerst einmal muss die alte Grafikkarte aus dem PC raus. In diesem Falle eine Saphire Radeon HD5850 Toxic, die ihren Dienst bereits mehr als getan hat.

R9_295X2_Einbau_2Sobald die alte Grafikkarte entfernt ist, können die Vorbereitungen für den Einbau der neuen getroffen werden – und damit auch die Planung, wo der Radiator der Grafikkarte am besten passt.

R9_295X2_Einbau_3Wir entschieden uns schlussendlich für eine Montage in der Front des Gehäuses. Leider blockieren die Anschlüsse des Radiators die Anschlüsse für die Installation einen weiteren 120mm Axiallüfter. Dieser fand schlussendlich im hinteren Teil des Gehäuses Platz und sorgt dafür, dass ein wenig Frischluft in das Gehäuse gelangt.

R9_295X2_Einbau_4Die Grafikkarte passt gerade so in das Gehäuse. Nun muss die Grafikkarte nur noch an der PCI-Blende verschraubt werden, danach sitzt sie fest im Platz.

R9_295X2_Einbau_5Nun werden die beiden Warnaufkleber von den 8-Pol Stromanschlüssen entfernt. Die beiden Stromanschlüsse werden jetzt mit den 8-Pin Steckern des Netzteils ausgestattet.

R9_295X2_Einbau_6Aufgrund der verbauten Corsair H100i-Wasserkühlung gestaltete sich das Knebelmanagement etwas umständlicher, allerdings passte alles am Ende, so dass das System nun betriebsbereit ist.

Impressionen im Betrieb:

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Weitere Information zur Performance werden in einem weiteren Artikel untergebracht sein, welcher demnächst folgt.

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