Sony trennt sich von PC-Sparte „VAIO“ und richtet TV-Abteilung neu aus

vaio

Seit Fast 20 Jahren vertrieb der japanische Konzern Sony Notebooks unter der Marke „VAIO“.  Aufgrund von großen Verlusten im PC-Geschäft gab man nun bekannt, die PC-Sparte aufgeben zu wollen. Sie soll zusammen mit der VAIO-Marke für einen unbekannten Betrag an „Japan Industrial Partners“ verkauft werden.

Bereits seit einiger Zeit stagniert der PC-Markt, die Verkaufszahlen gehen sogar teilweise zurück. Währenddessen erleben Smartphones und insbesondere Tablets einen rasanten Aufstieg. Aufgrund dieser Veränderungen im globalen Markt, plant Sony eine radikale Umstrukturierung. Seit 2012 habe man bei Sony eine Reformstrategie geplant, um das Elektronikgeschäft zu optimieren. Dabei stellte man auch fest, dass im PC- und TV-Sektor größere Veränderungen nötig sein würden, um ein gewinnbringendes Geschäft zu ermöglichen.

Wie man nun in einer Pressemitteilung bekannt gab, werde man sich vom PC-Geschäft vollständig trennen. Die Marke „VAIO“ und damit das gesamte PC-Geschäft Sony’s wird die Investmentgruppe „Japan Industrial Partners“ (JIP) übernehmen. Diese hat übrigens gerade erst einen der größten japanischen Internet Service Provider  „BIGLOBE“ von NEC erworben. Sony möchte vor der endgültigen Trennung von der VAIO-Marke im Frühling noch einmal neue Modelle vorstellen. Danach sollen Entwicklung, Herstellung und Verkauf eingestellt werden. Ob die neue Firma unter JIP die neuen Produkte auch außerhalb Japans vertreiben wird, ist noch unklar.

Im TV-Geschäft sieht es für Sony schon etwas besser aus: Ausgehend von etwa einer Milliarde Euro Verlust im Geschäftsjahr 2011, konnte man die Verluste auf unter 200 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2013 senken. So möchte man sich in Zukunft hauptsächlich auf das High End-Geschäft konzentrieren. Fernseher mit 4K-Auflösung sollen besonders in den Fokus gerückt werden, auch 2K-Fernseher plant man aber, weiter zu verkaufen. Für Schwellenländer strebt man speziell auf den Markt zugeschnittene TV-Modelle an. Zusätzlich bereitet man eine Auslagerung in ein neues Sub-Unternehmen vor.

Die Maßnahmen zur Kostensenkung ziehen auch personelle Konsequenzen mit sich: von knapp 5000 Mitarbeitern (davon 1500 in Japan) wird man sich im Zuge der Umstrukturierungen trennen müssen. Etwa 300 sollen von JIP Jobangebote erhalten.

Bildquelle: cnet

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