[Testbericht] Anker 7 Port USB 3.0-Hub im Test

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USB 3.0 verbreitet sich in unserem Alltag immer weiter: Nachdem der Standard im Jahr 2008 vom USB Implementers Forum angekündigt wurde, findet man heute kaum noch ein Endgerät ohne USB 3.0-Anschluss vor. Im Samsung Galaxy Note 3 kam nun erstmals in einem Smartphone der Micro USB 3.0-Anschluss zum Einsatz, vor kurzem erst kündigte man einen neuen Stecker-Typ ähnlich des Lightning-Steckers an.

Neben Smartphones sollte der häufigste Verwendungszweck des USB 3.0-Standards aber wohl bei externen Speichermedien wie externen Festplatten und USB-Sticks zu finden sein. Wer aber viel mit Festplatten hantiert, um seine Daten beispielsweise doppelt zu sichern, wird oft daran verzweifeln, dass oft nur wenige Anschlüsse dafür am PC oder Notebook vorhanden sind. Häufig sind am Computer zwar ein oder zwei USB 3.0-Ports vorhanden, aus Kostengründen jedoch auch noch einige Ports des Vorgänger-Standards. USB-Anschlüsse sind zwar abwärtskompatibel, aber was nützt einem die beste Festplatte oder die schnellste Speicherkarte, wenn die Geschwindigkeit stark limitiert ist?

Kaum etwas. Glücklicherweise gibt es dafür aber bekanntlich sogenannte USB-Hubs, die das eingehende Signal an mehrere Anschlüsse verteilen und umgekehrt. Da dank Note 3 auch meine USB 3.0-Anschlüsse mittlerweile knapp wurden, machte ich mich also auf die Suche nach einer Lösung des Port-Mangels. Aufgrund der guten Erfahrungen mit der Firma Anker entschied ich mich für den Hub mit 7 Anschlüssen (+2) der Marke, der bei Amazon für gut 40€ zu haben ist. Es folgt also nun ein kleiner Testbericht zu dem USB-Hub:

Verpackung und -inhalt

Der USB-Hub kam bei mir in einem gut gepolsterten Paket an. Dort kommt dann schnell die kleine schwarze Box zum Vorschein, die zumindest schon mal einen ziemlich edlen Ersteindruck erweckt. Auf ihr befinden sich Angaben zu Geld-zurück-Garantie und benötigtem Betriebssystem sowie auf der Rückseite noch weitere Infos zu Abmessungen des Hubs. Aber viel interessanter als die Verpackung selbst dürfte wohl der Inhalt dieser sein:

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Nach dem Öffnen der Verpackung zeigt sich neben dem Hub selbst dann noch etwas Zubehör, dass für den Betrieb benötigt wird: neben USB 3.0-auf Micro USB 3.0-Kabel sowie einem Netzteil mit Anschlusskabel gibt es noch Zettelchen zu Produkt-Reviews und eine kurze Einrichtungs-Anleitung. Wer den Hub auf dem Foto nicht erkennen kann: Es ist der kleine Kasten in der Mitte 😉

Erster Eindruck und Anschlüsse

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Der Hub an sich kommt noch mit einer matten aufgebrachten Schutzfolie daher, um die Oberfläche nicht zu beschädigen. Diese ist nämlich im schwarzen Klavierlack-Look gefertigt und dementsprechend empfindlich, glänzt dafür aber auch und vermittelt so einen edlen Eindruck. Dieser Eindruck setzt sich auch beim Rest des Hubs fort: Der ganze Hub ist schlicht gestaltet und stört auf dem Schreibtisch daher auch optisch nicht. Die Verarbeitung des Hubs ist über jeden Zweifel erhaben, es gibt weder scharfe Kanten noch andere Unebenheiten. Die Oberseite ist bis auf einen Anker-Schriftzug sowie die Produktbezeichnung frei von jeglichem Text.

Auf der Vorderseite des Hubs befinden sich die insgesamt 7 USB 3.0-Ports, an die Endgeräte wie USB-Sticks und Festplatten dann angeschlossen werden. Wird ein Anschluss benutzt, leuchtet darüber eine kleine blaue Status-LED. Rechts daneben findet man zwei Schnellade-Ports vor. Diese sind nicht mit dem PC gekoppelt und ermöglichen das Aufladen von Geräten wie z.B. Smartphones, durch die hohe Stromstärke von 2,1 bzw. 1,5 Ampere (insgesamt maximal 4A) können so auch zwei energiehungrige Smartphones auf einmal geladen werden. Da das Handy eben nicht mit dem PC verbunden wird, wird auch kein langsamerer USB-Ladevorgang gestartet, der Hub funktioniert also einfach als Netzteil.

Auf der dem Nutzer abgewandten Seite findet sich der Micro USB3.0-Port für die Verbindung des Hubs mit dem PC. Ebenfalls sichtbar wird hier der Stromeingang zum (verhältnismäßig klobigen) Netzteil. eine rote LED zeigt hier den Status an Ohne dieses kann der Hub nicht betrieben werden, eine mobile Lösung ist der Hub also nicht, wenn man nicht unbedingt das Netzteil immer mitschleppen möchte. Links gibt es nur die matte Seiten-Oberfläche zu begutachten.

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Funktionalität und Performance

Da die meisten ihren USB-Hub aber nicht nur als Dekoobjekt für den Schreibtisch gebrauchen wollen, kommt es bei einem Hub natürlich auch auf die inneren Werte an. Zu allererst erfolgte ein Test, ob alle angeschlossenen Geräte auch erkannt werden. Dabei hatte ich absolut keine Probleme, getestet wurden unter anderem folgende Geräte:

  • Logitech Driving Force GT
  • diverse USB-Sticks bis zu 64GB
  • Voyager Air-Festplatte mit 1TB
  • weitere externe USB 3.0-Festplatten
  • USB-Soundkarte
  • Roccat Kone+-Maus
  • Razer Blackwidow Ultimate 2013
  • Transcend USB 3.0-Kartenleser
  • Galaxy S2, Note 2, Note 3 und S3
  • iPod Touch
  • USB-Lautsprecher und Logitech G930-Headset

Dabei traten absolut keine Probleme auf. Jedes Gerät wurde anstandslos erkannt und ließ sich danach problemlos bedienen. Auch das Laden an den Ladeports lief in allen getesteten Konfigurationen problemlos ab.

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Bei der Schreibgeschwindigkeit gab es ebenfalls keine Einbrüche. Das Übertragen von Daten von der Voyager Air auf die SSD des Computers gelang mit 109 Megabyte pro Sekunde. Nur ein MB/s weniger als bei direkten Dateiübertragung, also eine Abweichung von unter einem Prozent. Ähnlich gut lief auch der Test mit eingelegtem USB-Kartenlesegerät. Sowohl über den USB-Hub, als auch über direkte Verbindung konnten mit 38 MB/s Daten von der SD-Karte gelesen werden. Insgesamt fällt eine Dateiübertragung über den Hub also genau so aus wie bei einer direkten Verbindung. Super!

Fazit:

Der Anker USB-Hub konnte mich überzeugen. Er sieht elegant aus, bietet eine Menge Anschlussmöglichkeiten für alle Kabel, die man benutzen möchte und zudem noch zwei praktische Ladeports, die bei mir in zwei Dockingstationen enden, wo ich zwei Smartphones gleichzeitig schnell aufladen kann. Für mobilen Anschluss ist der Hub aber nicht gemacht, wer einen Hub für das Notebook unterwegs möchte, sollte sich lieber bei kleineren 4 Port-Hubs umschauen. Für einen festen Einsatz auf dem häuslichem Computertisch bekommt man hier aber eine fast perfekte Lösung, all seine Geräte mit dem PC zu verbinden.

 

 

Kommentare

  1. Peer Linder:

    Test

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