[Testbericht] VPN-Anbieter hide.io im Test + Gewinnspiel

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Und wir haben einen Gewinner: Markus wurde soeben per E-Mail kontaktiert

Disclaimer: Dieser Artikel basiert vollständig auf eigenen Erfahrungen, hide.io hat auf den Inhalt dieses Artikel keinen Einfluss genommen.

Nach etwas längerer Zeit haben heute endlich mal wieder einen Testbericht für euch (in Zukunft wird es davon mehr geben, versprochen!). Wir haben für euch Leser den VPN-Anbieter „hide.io“ ausgiebig getestet. Was das noch recht junge  Unternehmen dahinter zu bieten hat, erfahrt ihr hier.

Was ist so ein VPN überhaupt?

Das Kürzel VPN steht für „Virtual Private Network“, also ein virtuelles privates Netzwerk. Solch ein VPN nutzt zum Transport von privaten Daten ein öffentliches Netzwerk, sehr häufig das Internet. Die Daten die der Computer sendet erreichen mit einem VPN jedoch nicht direkt den Server, welcher Daten senden und empfangen soll (beispielsweise Yahoo.com). Dazwischen schaltet sich bei Nutzung solch eines VPNs ein weiterer Server, nämlich der des VPN-Anbieters. Die Daten werden vom Computer dann erst zu diesem Server gesendet, welcher sie folgend an die Zielbestimmung (im Beispiel die Yahoo-Server) weiterleitet.

Wieso könnte ich einen VPN nutzen?

Da der der Zielserver die Daten nicht direkt vom Computer des Nutzers erhält, kann dort keine genaue Aussage darüber getroffen werden, wer die Seite wirklich aufruft. Die IP-Adresse des Nutzers, die eine genaue Zuordnung auf das verwendete Netzwerk schließen lässt, wird so zwar dem VPN-Anbieter mitgeteilt, nicht jedoch anderen. Und, wie spätestens nach den Enthüllungen Edward Snowdens jeder wissen sollte, sind auch andere an unseren Nutzerdaten interessiert. Da so gut wie jeder VPN die Daten verschlüsselt überträgt, sind sie fast vollständig vor Abhören sicher.

Der wohl wichtigste Zweck eines VPNs besteht also darin, die sensible Daten beim Transport zu verschlüsseln und ein Abhören zu verhindern. Auf der Verbindung zwischen VPN-Server und eigentlichem Server kann dies zwar immer noch passieren, ohne IP-Zuordnung sind die Daten aber häufig sinnlos. Besonderen Sinn ergibt ein VPN auch beim Nutzen öffentlicher WLAN-Netzwerke ohne Passwort oder mit schwacher Verschlüsselung. Die unverschlüsselt über ein WLAN gesendeten Daten können von jedem abgefangen werden und so beispielsweise WhatsApp-Nachrichten problemlos mitgelesen werden. Auch möglich ist das Betrachten von Websites und-Videos, die in Deutschland gesperrt sind, das frühere Downloaden und Spielen von Games etc.

Was bietet hide.io?

VPN-Anbieter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Der Unterschied liegt bei solchen Anbietern neben dem Preis meistens in der Auswahl an zur Verfügung stehenden Servern, nutzbarem Datenvolumen und Geschwindigkeit der Übertragung sowie Verschlüsselung und Datenschutz.

An Serverstandorten bietet hide.io insgesamt 13 Stück in 12 verschiedenen Ländern (in den USA gibt es gleich zwei Standorte). Neben den auf der eigenen Seite gelisteten Servern wie denen in Luxemburg, den vereinigten Staaten und Singapur stehen noch zwei weitere Standorte in Island und Deutschland zur Verfügung. Probleme mit der Erreichbarkeit der Server hatte ich in der knapp einmonatigen Testphase nur einmal, während einer gut 10minütigen Phase konnte ich mich nicht verbinden.

internet speed im vergleich

Wie dem rechtsstehenden Bild eines Geschwindigkeitstests zu entnehmen ist, brach die Downloadgeschwindigkeit bei Verwendung des VPN-Dienstes kaum ein. Witzigerweise stieg der Upload-Speed sogar etwas, was aber sicher auf Schwankungen des Kabel Deutschland-Netzes zurückzuführen ist. Der Ping (also die Antwortzeit des angeforderten Servers) verdoppelte sich etwa, liegt aber immer noch bei auch für Online-Spiele noch gut geeigneten 41 Millisekunden. So konnten nicht nur problemlos Downloads getätigt werden, auch in Deutschland gesperrte Videos ließen sich über andere Server problemlos anschauen.

Zum Thema Datenschutz schreibt der Anbieter Folgendes:

Wir behalten ein temporäres Protokoll der Verbindungsdaten für die Fehlerbehebung, die einen zufällig generierten Benutzernamen des Kunden sowie eine intern vergebene (nicht-öffentliche) IP-Adresse enthält und alle paar Stunden sicher gelöscht wird. Dieser zufällig generierte Benutzername kann nicht mit deinem richtigen Benutzernamen verknüpft werden. Wir haben bewusst und konsequent auf die Protokollierung aller anderen Daten verzichtet, um unsere gesetzliche Haftung einzuschränken. Ganz nach dem Motto: Wo nichts gespeichert wird, ist nichts zu holen.

Testen konnten wir das Ganze natürlich schlecht, wir müssen also einfach darauf vertrauen, dass die Aussagen stimmen. Wieso sollten sie aber nicht?

Wie nutze ich den VPN-Dienst?

VPN-Dienste können auf so gut wie allen Geräten genutzt werden, die so existieren. Von iPhone und iPad über Android-Geräte bis hin natürlich zu PC und Notebook ist die Einrichtung meistens ziemlich einfach. Welche Schritte für das Konfigurieren auf den jeweiligen Geräten nötig sind, wird in ausführlichen Beschreibungen mit Bildern beschrieben. Teilweise stehen auch Video-Tutorials zur Verfügung. Wie diese aussehen, kann man wohl am besten beim Anschauen eines solchen Videos nachvollziehen. Daher hier ein Link zum Windows 8-Einrichtungs-Tutorial. Zusatz-Software ist nicht erforderlich, aber für die Zukunft angekündigt, um das Ganze noch einfacher zu gestalten.

Unter Windows ist der Dienst auch in wenigen Sekunden gestartet und ebenso schnell wieder beendet, wenn man Traffic sparen möchte.

Was kostet mich der Spaß?

hide io_preis_plusEs gibt bei hide.io drei Tarife: Zum Ausprobieren eignet sich gut der Free-Tarif. Dieser ist zwar auf 2GB Traffic (also Datenverkehr) pro Monat begrenzt und bietet nur eine begrenze Geschwindigkeit, eignet sich jedoch prima dazu, den Dienst vor dem Kauf einmal auszuprobieren. Als Server stehen hier nur die in Rumänien und den Niederlanden zur Verfügung. Muss man aber nur kurz mal etwas über einen VPN erledigen, sollte es hier keine Probleme geben.

Als zweites steht der Plus-Tarif zur Verfügun, welchen ich auch zum Testen genutzt habe. Der Traffic ist hier auf 75 Gigabyte pro Monat begrenzt, es kann nur ein Endgerät gleichzeitig den Dienst benutzen und eine feste IP-Adresse ist nicht möglich. Ansonsten bietet er aber meines Erachtens ein sehr gutes Verhältnis aus Preis und Leistung und ist für den Nutzer, der den VPN häufiger, aber nicht dauernd nutzen möchte daher meine persönliche Empfehlung. Die Preise seht ihr oben, der Preis „ab 4,17€“ bezieht sich auf die Laufzeit von einem Jahr, will man das Ganze nur einen Monat ausprobieren, ist eine Einmalzahlung von 7,99€ fällig. Bezahlt werden kann entweder über Paypal oder über 79 andere Zahlungsmethoden wie Paysafecard oder Giropay.

Der König der Tarifpyramide ist dann der Premium-Tarif. Damit kann dann auch eine feste IP genutzt werden, ein Traffic-Limit gibt es nicht mehr. Premium-Kunde zu sein kostet etwas mehr als doppelt so viel wie der Plus-Tarif und beginnt bei 9,17€ pro Monat bei einem Jahr Nutzung.

Fazit

Hide.io hat mich im Test durch tolle Geschwindigkeit und ein ansprechendes Preis/Leistungs-Verhältnis überzeugt. Die Versprechen zum Datenschutz klingen vielversprechend (was für eine Tautologie 😉 ) und plausibel. Die 10 Minuten Downtime gibt es sicher bei jedem Anbieter mal und der Support antwortete auch schnell. Viel mehr kann man wohl nicht verlangen, daher eine klare Empfehlung von mir. Zum Support gibt es auch ein eigenes Forum, in dem sich die Betreiber aktiv beteiligen.

Gewinnspiel

Ein Gewinnspiel haben wir für euch heute auch endlich mal wieder. Damit ihr euch auch selbst ein Bild von hide.io machen könnt, ohne dabei auf die Grenzen des Free-Accounts achten zu müssen, verlosen wir eine einmonatige Plus-Mitgliedschaft im Wert von 7,99€. Beantwortet uns zur Teilnahme an der Verlosung (2 Lose) in den Kommentaren einfach folgende Frage:  Habt ihr einen VPN-Dienst bereits genutzt und was ist euch bei einem solchen besonders wichtig? Zusätzlich könnt ihr über Twitter zwei Extra-Lose bekommen.

a Rafflecopter giveaway

Teilnahmebedingungen:

Es besteht kein Gewinnanspruch. Teilnahmeschluss ist der 30.11.2013 um 0 Uhr morgens. Der Gewinner wird anschließend zufällig ermittelt und per Mail benachrichtigt, sowie hier bekanntgegeben. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Zur Einlösung des Gewinns ist ebenfalls eine Mail-Adresse notwendig.

Kommentare

  1. Paul:

    Naja ich persönlich finde OkayFreedom besser, aber auch nur, weil ich da 25 GB pro Monat frei habe

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  2. Hunnia:

    Über ein Forum bin ich auf diesen Test gestossen mit der Überlegung, VPN mal auszuprobieren. Ein Monatsabo würde mir froh machen 🙂

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  3. Nils:

    Ich bin immer noch auf der Suche nach einem vernünftigen Anbieter…

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  4. Zaunei:

    Ich würde mal gerne einen Anbieter testen der nicht meine Bandbreite so extrem limitiert, hide.io klingt da ganz gut 🙂

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  5. Markus Depner:

    Ich habe bis jetzt nur vpn.sh getestet, wichtig ist mir aber auf jeden Fall genug Traffic.

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  6. Felipe:

    Ich habe hide.io ausfühlich getestet, ich habe einen linux-software-router wodurch die Konfiguration nicht ganz so einfach war aber alle Geräte im WLAN automatisch das VPN nutzen. Die 2GB gehen aber schnell vorrüber

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    • SnipSnape:

      imo gibt es bessere Anbieter, wenn du nur mit den gratis Volumen surfen willst. z. B. cyberghost vpn ist mehr oder minder free user (ungedrosselt im gegensatz zu hide.io) allerdings auch nur ein begrenztes volumen

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      • Peer Linder:

        Hi,

        nur für den kostenlosen Dienst, würde ich hide.io auch nicht nutzen. Unter den Bezahlanbietern gehört er aber auf jeden Fall zu meinen Favoriten.

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  7. Pilot1987:

    Mir ist besonders der Standort der Server und die Integrität des Anbieters wichtig, wobei sich letzters immer schlecht nachvollziehen lässt ^^

    P.S. FUCK THE NSA

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    • Peer Linder:

      Hi,

      du weißt aber, dass das Gewinnspiel schon vorbei ist, oder? 😉

      Ach ja, wieso du dich gleich unter 2 Accountnamen meldest, muss ich nicht verstehen, oder?

      Grüße,
      Peer

      Antworten

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